Angewandte Medienforschung

Herausgeber der Schriftenreihe ist Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius. Die Bände sind erhältlich über den Buchhandel oder direkt beim Verlag Reinhard Fischer, München.
Auf dieser Seite finden Sie die 5 aktuellsten Bände. Für Publikationen aus zurückliegenden Jahren klicken Sie bitte auf das entsprechende Jahr.

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Aktuelle Schriftenreihen

Emotionalisierung durch Nachrichten.

Band 52
Hannah Früh (2010): Emotionalisierung durch Nachrichten. Emotionen und Informationsverarbeitung in der Nachrichtenrezeption

Die Studie untersucht die emotionalen Wirkungen während und nach der Nachrichtenrezeption unter dynamischen und statischen Aspekten. Emotionen dienen als Informationsverarbeitungsprozess, der zu einer Verknüpfung zwischen der Wahrnehmung relevanter Informationen und einer Handlungsbereitschaft führen kann. In einer explorativen Experimentalstudie werden dazu rezeptionsbegleitende Messverfahren mit postrezeptiven kombiniert. Neben Befunden zur emotionalen Informationsverarbeitung in der Nachrichtenrezeption zeigt sich, dass Prozessmessungen und postrezeptive Erhebungen nicht austauschbar sind: Beide liefern unterschiedliche Blickwinkel auf ein Phänomen und besitzen je ihre eigene Erklärungskraft.

Mediennutzung im sozialen Kontext.

Band 51
Florian Hottner (2010): Mediennutzung im sozialen Kontext. Theoretische Grundlegung und empirische Überprüfungen eines Mehrebenenmodells der Nutzungsforschung

Mediennutzung findet nicht isoliert statt, sondern ist stets eingebettet in ein soziales Umfeld. Sie ist daher als Mehr-Ebenen-Phänomen zu begreifen. Die Mediennutzungsforschung hat sich jedoch bislang fast ausschließlich innerhalb einer Ebene bewegt. Am Beispiel der Nutzung von lokalen Printmedien beschreitet die vorliegende Publikation zwei Wege. Der Einfluss des sozialen Kontextes auf die Mediennutzung wird zum einen theoretisch modelliert, zum anderen anhand von Mehrebenenanalysen empirisch überprüft. Die Vor- und Nachteile des Verfahrens werden diskutiert. Die Befunde legen nahe, dass nicht nur individuelle Einflussfaktoren, sondern auch der soziale Kontext für die Nutzung von lokalen Medien relevant ist.

Beurteilung politischer Kandidaten in TV-Duellen.

Band 50
Barbara Wolf (2010): Beurteilung politischer Kandidaten in TV-Duellen. Effekte rezeptionsbegleitender Fremdmeinungen auf Zuschauerurteile

TV-Duelle zwischen Kanzlerkandidaten stellen das Wahlkampfinstrument mit der größten Zuschauerreichweite dar und gehören damit zu den wichtigsten Ereignissen im Wahlkampf. Der Kandidat, der die meisten Zuschauer von sich überzeugt, verlässt das TV-Duell als Gewinner. Damit erhöht er die Wahrscheinlichkeit, die Stimmen bisher unentschlossener Wähler für sich zu gewinnen.


Doch wie bilden sich Zuschauer eines TV-Duells ein Urteil über die Kandidaten? Welche Faktoren sind für den Urteilsprozess von Bedeutung? Eingebettet in ihre begleitende Berichterstattung sind TV-Duelle als Medienereignisse zu betrachten, deren Wirkungen nicht allein auf die Leistungen der Kandidaten im TV-Duell zurückgeführt werden können. Analysen und Bewertungen – in Form von Umfrageergebnissen oder Expertenkommentaren – sind für die Zuschauerurteile ebenfalls meinungsbildende Informationsquellen.
Die Autorin betrachtet auf Basis einer empirischen Studie die Effekte rezeptionsbegleitend eingeblendeter Fremdmeinungen im Urteilsprozess der Zuschauer

Flanieren im Internet.

Band 49
Sebastian Doedens (2010): Flanieren im Internet. Surfstile und Surfstrategien junger Internetnutzer

Menschen nutzen das Internet höchst unterschiedlich: Die einen streben zumeist präzise den gesuchten Inhalten entgegen, die anderen verlassen die eingeschlagenen Pfade gerne und häufig, um durch das Angebot zu driften. Dieses vermeintlich ziellose „Flanieren im Internet“ steht im Mittelpunkt des Buches.

Mit Hilfe von Onlinebefragungen werden verschiedene Surfstrategien und Surfstile junger Internetnutzer untersucht. Es wird aufgezeigt, in welchen Situationen sie flanieren, bei welchen Angeboten sie dabei landen, wie das Flanieren mit Begleiterscheinungen wie Prokrastination und Serendipity zusammenhängt, und welche Rolle die Soziodemografie und die Persönlichkeit der Nutzer spielen.


Beschleunigung und Zäsuren im Fernsehprogramm.

Band 48
Andreas Ettenhuber (2010): Beschleunigung und Zäsuren im Fernsehprogramm. Wann schalten Zuschauer um?

Einen Trend zur Beschleunigung gibt es sowohl aufseiten des Fernsehprogramms als auch beim Zuschauer: Sendungen werden kleinteiliger, Zuschauer wechseln häufiger den Sender. Sowohl aus Sicht der Medienforscher als auch der Medienmacher liegt es nahe, diese Angebotsstruktur und Nutzungsweise hinsichtlich eines möglichen Zusammenhangs zu untersuchen.


Eingebettet in die Diskussion um eine gesellschaftliche Beschleunigung wurde eine Formanalyse von Nachrichten- und Magazinsendungen aus den Jahren 1995 bis 2005 vorgenommen. Analysiert wurden dabei die jeweilige Geschwindigkeit der Sendungen im Laufe der Zeit und das Umschaltverhalten innerhalb dieser Formate. Da „schnelleres Programm“ eine Zunahme von Sendungsteilen bedeutet, lag der Fokus dieser Untersuchung auf den Übergängen zwischen den einzelnen Bestandteilen einer Sendung. Diese möglichen Schlüsselmomente wurden als Zäsuren bezeichnet, da sich an ihnen aus Sicht des Zuschauers etwas verändert. Die zentrale Frage dieser Arbeit lautet, ob – und wenn ja, wann – Zuschauer an solchen programmlichen Zäsuren gehäufter umschalten. Das Buch liefert dabei einen Überblick über die Entwicklung der ausgewählten Sendungen hinsichtlich ihrer formalen Gestaltung und illustriert am konkreten Beispiel von Nachrichten- und Magazinsendungen, wie sich Zuschauer jeweils an Beitrags-, Stilform- und Segmentbeginnen verhalten.

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