Schriftenreihe des Medien Instituts

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Aktuelle Schriftenreihen

Neurokommunikation

Band 46
Kai Fehse (2009): Neurokommunikation - Ein Modell zur Wirkweise von Werbung im Lichte neuester Erkenntnisse der Hirnforschung

„Neuromarketing“, „Neuroökonomie“, „Neurobranding“ – Erkenntnisse aus der Hirnforschung revolutionieren scheinbar unser Bild von Marken-Kommunikation. Bei näherem Hinsehen aber erscheint die Suche nach dem „Kaufknopf“ auf den bunten Hirn-Scans ebenso sinnlos, wie der Glaube an ein „limbisches System“ über das Menschen angeblich manipulierbar sind.

„Neurokommunikation“ fasst die neuesten Studien aus den internationalen Top-Journals der Hirnforscher zusammen. Berücksichtigt werden aktuelle naturwissenschaftliche Erkenntnisse, die Relevanz für Kommunikation haben. Das CASE2-Modell für Werbewirkung verbindet die teils überraschenden neuen Paradigmen mit klassischen Werbewirkungs-Modellen. Dabei berücksichtigt es vor allem die neurowissenschaftlich gebotene Unterscheidung zwischen impliziten und expliziten Wirkweisen.

Der Autor ist seit über 20 Jahren in der Werbebranche tätig. Seine Agentur „For Sale“ gestaltete u.a. die Kampagne von Media Markt. Er studierte „Cognitive Neuroscience“ an der New Yorker Columbia University sowie Werbepsychologie an der Münchner LMU, wo er in Kommunikationswissenschaft promoviert wurde. Seine Dissertationsschrift wurde betreut von Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius, sowie dem renommierten Hirnforscher Prof. Dr. Ernst Pöppel.

Die Nachrichtenerzähler

Band 45
Sebastian Köhler (2009): Die Nachrichtenerzähler - Zu Theorie und Praxis nachhaltiger Narrativität im TV-Journalismus

Bewegtbild-Geschichten wie ihrerzeit jene über die US-Soldatin Jessica Lynch im Irak-Krieg prägen zunehmend die Fernseh-Nachrichten. Diese Studie geht - in empirisch-theoretischer und zugleich in normativ-pragmatischer Hinsicht - den Fragen nach, welche Potentiale und welche Probleme mit narrativen Darstellungen in TV-News verbunden sind. Nach begrifflichen Grundlegungen werden erste inhaltsanalytische Befunde diskutiert sowie Fall-Beispiele vor allem aus der Kriegs- und Krisenberichterstattung erörtert. Vieles deutet für deutsche und internationale Kontexte auf eine wachsende Rolle des Storytelling im Fernseh-Journalismus.
Die hier entwickelte Perspektive soll auch eine Kritik gegenüber einem bestimmten "Narrativismus" ermöglichen: Problematisiert wird, inwieweit solche Storys kaum im Kontext einordnender Meldungen und Berichte, kaum im Zusammenhang mit Interviews, Kommentaren, Dokumentationen etc. vermittelt werden. Was tun, wenn statt dessen narrativistische, also verselbständigt-einseitige Darstellungen andere Aspekte vor allem des öffentlich-relevanten Geschehens an die Ränder drängen?

Die wissenschaftliche und zugleich pragmatische Studie "Die Nachrichtenerzähler" untersucht, inwieweit Fernseh-News ihre Beiträge zunehmend per Storytelling vermitteln. Welche Potentiale und welche Probleme sind damit verbunden? Was tun, um einem über-vereinfachenden und damit vereinseitigenden Narrativismus zu entgehen? Dazu werden erste empirische Befunde sowie Fallbeispiele diskutiert und auch konkrete Vorschläge für gelingende gesellschaftliche Kommunikation entwickelt.

Podcastnutzer - Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Band 44
Barbara Rampf (2008): Podcastnutzer - Gemeinsamkeiten und Unterschiede Darstellung des deutschen Podcastangebotes und eine Typologisierung seiner Nutzer

Als Hörversion privater Weblogs wurden Podcasts noch vor zwei Jahren nur von wenigen Personen angeboten und gehört. Inzwischen erfreut sich das „Laienmedium" wachsender Beliebtheit und gewinnt zunehmend an Professionalität. Seine rasante Entwicklung und der geringe Forschungsstand gaben den Anstoß für eine Studie, in deren Rahmen die Nutzer von Podcasts online befragt wurden. Was sind ihre Gemeinsamkeiten, wo gibt es Unterschiede? Wie nutzen sie Podcasts und klassische Massenmedien? Wie sehen sie zukünftige Entwicklungen? Gibt es Wechselwirkungen zwischen „alten" und „neuen" Medien? Und was macht Podcasts eigentlich so erfolgreich? Im theoretischen Teil der Arbeit wird der Forschungsgegenstand vorgestellt und im Mediensystem verortet. Das deutsche Podcastangebot und die Erfolgsfaktoren von Podcasts werden dargelegt und die Podcastnutzung theoretisch beleuchtet. Zahlreiche Erkenntnisse über die Nutzer von Podcasts bilden den Ergebnisteil, in dessen Zentrum eine Typologie von Podcastnutzern steht.

Politische Talkshows aus Zuschauersicht

Band 43
Annette Fahr (2008): Politische Talkshows aus Zuschauersicht Informiertheit und Unterhaltung im Kontext der Politikvermittlung

Hochwertige mediale Politikvermittlung versorgt den Bürger mit vielfältiger und substantieller Information über das aktuelle politische Geschehen. Dieser Idealvorstellung steht die Kritik an der Entertainisierung der Politik gegenüber, die unterstellt, dass unterhaltende Elemente zunehmend die inhaltliche Substanz verdrängen. Dieser normativen Perspektive wird eine rezipientenorientierte Betrachtung von Informations- und Unterhaltungseffekten durch politische Information – insbesondere durch politische Talkshows – gegenübergestellt. Die Arbeit untersucht zum einen, welche Elemente im Polittalk von den Zuschauern als besonders informativ bzw. unterhaltsam erachtet werden. Weiterhin wird der Einfluss der Rezipientenpersönlichkeit auf die Wahrnehmung von Informiertheit und Unterhaltung betrachtet. Zuletzt werden unterschiedliche Stile der Informations- bzw. Unterhaltungsrezeption identifiziert. Auf Basis von Continuous-Response-Messungen werden ähnliche Rezeptionsverläufe gruppiert und zu charakteristischen Rezeptionstypen zusammengefasst. Dabei erweisen sich Informations- sowie Beziehungsorientierung der Zuschauer als wahrnehmungsleitende Parameter bei der Rezeption politischer Talkshows.

Wann wirken Spendenaufrufe?

Band 42
Raphaela Keller (2008): Wann wirken Spendenaufrufe? Der Einfluss von Bildauswahl und Argumentationsstruktur

Vor allem vor Weihnachten konkurrieren sie in Briefkästen um die Aufmerksamkeit ihrer Empfänger: Spendenbriefe von Non-Profit-Organisationen. Doch nach welchen Kriterien entscheiden Spender, welche Briefe im Papierkorb landen und welche nicht? Welche Rolle spielen dabei Gestaltungsmerkmale? Das Buch beschäftigt sich theoretisch und empirisch mit der idealen Bildauswahl und Argumentationsstrategie. Lösen „Elendsbilder“ Mitleid oder vor allem Reaktanz aus? Können auch positive Bilder zum Spenden motivieren? Sollte das Problem eher summarisch zusammengefasst oder anhand eines Fallbeispiels (z.B. Portrait eines Hilfebedürftigen) dargestellt werden? Die Ergebnisse der experimentellen Studie werden in den Forschungskontext eingeordnet und mithilfe der Fallbeispielforschung sowie der Motivationspsychologie interpretiert. Interviews mit dem verantwortlichen Direktmarketing-Manager von UNICEF Deutschland sowie der Leitung der Spenderberatung des DZI (Vergabestelle des offiziellen Spendensiegels) runden die Arbeit ab.

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