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„Newspaper endgame“? Wie Qualitätszeitungen im Netz bestehen können

25.11.2008

Internet zwingt Verlage zur Suche nach neuen Geschäftsmodellen

Die Rahmenbedingungen für Verlage haben sich mittlerweile stark gewandelt. Gerade das Internet und seine frei zugänglichen Inhalte im Netz machen klassische Printprodukte in den Augen vieler Nutzer geradezu "überflüssig". Hinzu kommen Metatrends wie soziodemographischer Wandel und Digitalisierung. Daher sind die Verlage gezwungen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und ihre Innovationsbestrebungen zu erhöhen.

Vortrag auf "Mediensymposium 2008"

Eine Integration theoretischer Erkenntnisse und empirischer Daten nahm Dr. Andreas Vlasic in seinem Vortrag auf dem hochkarätig besetzten "Mediensymposium 2008" in Zürich vor. Das Symposium vom 20. bis zum 22.11.2008 stand in diesem Jahr unter dem Titel "Krise der Leuchttürme öffentlicher Kommunikation – Vergangenheit und Zukunft der Qualitätsmedien".

In seinem Vortrag "Zwischen Dimmicks Theorie der Nische und Rieplschem Gesetz: Die Zukunft der Qualitätszeitungen im Netz" präsentierte er eine Zusammenschau wichtiger Studienergebnisse. Demnach wird bei der Betrachtung von Qualitätszeitungen im Netz deutlich, dass deren Verlage sich intensiv engagieren, derzeit jedoch noch keine dominante Strategie besitzen, um bei Nutzern des kostenfreien Angebots auch für kostenpflichtige Angebote Interesse zu wecken. Dabei ist die Situation durchaus als kritisch zu beurteilen: Aktuell gleichen die Online-Werbeerlöse die Verluste auf dem Anzeigenmarkt nicht aus, es zeigt sich zudem eine generell geringe Zahlungsbereitschaft der Nutzer.

Geschäftsmodelle der digitalen Zukunft müssen den subjektiv wahrgenommenen und gleichzeitig sozialen Nutzen der Qualitätszeitungen fokussieren. Nur eine konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der Nutzer hinsichtlich Themen, Sprache, Gestaltung und Distribution ermöglicht Erfolg in einem von zunehmenden Wettbewerb gekennzeichneten crossmedialen Umfeld.

Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie beim Medien Institut, Stefan Dobler (0621) 52 67-44 oder dobler@medien-institut.de.

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