Medien Institut veröffentlicht Artikel zu „Werbung und Medien im digitalen Zeitalter“ in planung & analyse
07.11.2007
Mehr Angebote in Radio und TV
Die kommenden Jahre werden eine Vervielfachung der Programm-Angebote in Radio und Fernsehen bringen. Zusätzlich ermöglicht die digitale Übertragungstechnik ‚echte‘ Interaktivität zwischen Rezipient und Medium. Vor diesem Hintergrund sind verschiedene Entwicklungen denkbar: Das Spektrum der Szenarien reicht von der Wahrung des Status Quo bis hin zum hochfragmentierten, interaktiven Publikum, mit z. T. weit reichenden Konsequenzen für Medien-Anbieter, Werbewirtschaft sowie Medien- und Werbeforschung.
Im Magazin planung & analyse, einer renommierten Fachzeitschrift für Markt-, Media- und Werbeforschung im deutschsprachigen Raum, haben die beiden Geschäftsführer des Medien Instituts, Dr. Andreas Vlasic und Kai-Uwe Weidlich, einen Artikel zu diesem Thema unter dem Titel "Abschied vom ‚Massenpublikum‘? Werbung und Medien im digitalen Zeitalter" publiziert.
Abschied vom ‚Massenpublikum‘?
Aus theoretischer und empirischer Sicht liegt es nahe, dass sich in Zukunft diejenigen Medienangebote durchsetzen werden, die dem Rezipienten den größtmöglichen Nutzen bieten. Dabei kann der ‚soziale Nutzen‘ eines Medienangebots, also z. B. sich aus gemeinsamer Mediennutzung ergebende Anschlusskommunikation, eine zentrale Rolle spielen.
Die Ergebnisse einer qualitativen und einer quantitativen Studie zu digitalem Fernsehen und Radio lassen folgende Schlüsse zu: 1) Zielpublika werden sich zukünftig stärker fragmentieren als bisher; 2) die Konvergenz der Medien wird sich langsamer vollziehen als bisher vermutet; 3) es werden sich – häufig unerwartet – Medien-Angebote durchsetzen, die für den Rezipienten einen hohen sozialen Nutzen bieten.
Für die Medien- und Werbeforschung bedeutet dies, dass die bloße Erfassung von Reichweiten nicht mehr ausreicht. Vielmehr wird die Werbewirkung und der sogenannte ‚soziale Nutzen‘ von Medienangeboten immer wichtiger.
Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie beim Medien Institut, Stefan Dobler (0621) 52 67-44 oder dobler@medien-institut.de.


