Lokalfernsehen: Blaupause für die Zukunft des Fernsehens im Long Tail?
04.08.2009
Politisch erwünscht, ökonomisch machbar?
Es wirkt paradox: Während ein Großteil der Medien über das Geschehen in der Welt informiert, interessieren sich die Menschen am stärksten für die Ereignisse vor ihrer eigenen Haustür. Genauso wie in vielen anderen Ländern ist Lokalfernsehen auch in Deutschland erwünscht. Nur ist es – ohne Förderung – auch ökonomisch machbar? In der aktuellen Ausgabe der tendenz analysiert Dr. Andreas Vlasic den Status quo und die Zukunftsperspektiven des lokalen Fernsehens.
Stärken besser vermarkten
In seiner Analyse zeigt er die strukturellen Ursachen der schwierigen Lage des lokalen Fernsehens und weist auf mögliche Lösungsansätze hin, etwa eine fortschreitende Professionalisierung des Vermarktungsprozesses. Auch die Erhebung grundlegender Reichweiten- und Akzeptanzdaten könnte die Vermarktung von Werbezeiten erleichtern. Gerade in der Krise, so der Geschäftsführer des Medien Instituts, müsste das Lokalfernsehen seine Stärke als ein regional abgegrenztes Zielgruppenfernsehen klarer kommunizieren. Zudem lohne es sich, nach funktionierenden Geschäftsmodellen im Lokalen zu suchen: Wenn sich die Ausdifferenzierung der Zielgruppen und „Verspartung“ von Fernsehangeboten und fernsehähnlichen Formaten fortsetze, dann könnte „ein funktionierendes Lokalfernsehen auch als eine Art Blaupause für andere zielgruppenspezifische Angebote dienen“.
Den vollständigen Beitrag finden Sie kostenfrei auf den Seiten der BLM http://www.blm.de/apps/documentbase/data/pdf1/04-09_Lokal_TV_Deutschland.pdf.
Mehr Informationen zu diesem Thema erhalten Sie beim Medien Institut, Dr. Andreas Vlasic (0621) 52 67-44 (vlasic@medien-institut.de).


